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Veranstaltung
- Titel:
- Ausstellung "Wendezeit der Herforder Geschichte"
- Wann:
- 24.04.2010 - 18.07.2010
- Kategorie:
- Herford
Beschreibung
Es ist die erste historische Ausstellung im Daniel-Pöppelmann-Haus seit fünf Jahren und sie soll etwas ganz Besonderes werden. Unter dem Titel „Wendezeiten in der Herforder Geschichte“ präsentiert das Städtische Museum vom 24. April bis 18. Juli die Themen Herford wird lutherisch, Herford von der Reichsstadt zur preußischen Landstadt sowie Herfords Weg in die Moderne.
„Die Ausstellung beleuchtet die Zeiten, in denen Herfords Entwicklung jeweils eine neue Richtung einschlägt. Zeiten in denen sich die Stadt und das Leben ihrer Bewohner grundlegend verändern“, sagt Museumsleiterin Sonja Langkafel. Durch die Reformation zieht in Herford ein neuer Glaube ein. Nur dreizehn Jahre nachdem Martin Luther seine Thesen gegen die Katholische Kirche veröffentlichte, folgt die Mehrheit der Herforder dem neuen evangelischen Bekenntnis. Dennoch: Nicht alle in der Stadt wenden sich der neuen Konfession zu. Die Äbtissin mit ihrem Stiftskapitel und wenige Stadtbewohner halten am Katholizismus fest. Das führt zu Kontroversen zum Beispiel mit dem Stadtrat.
Alles andere als konfliktfrei ist auch die preußische Annexion der ehemaligen Hansestadt. Zwar müssen 1647 Rat und Bürgerschaft Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen huldigen, doch die Beamten des Kurfürsten werden nicht mit offenen Armen empfangen. Der Widerstand gegen die preußische Oberhoheit bleibt jedoch vergeblich. Noch radikaler als in all den Jahrhunderten zuvor wandelt sich Herford im 19. und 20. Jahrhundert. Die Industrialisierung verändert nachhaltig die städtische Sozialstruktur. Neue gesellschaftliche Gruppen wie die Unternehmerschicht und die lohnabhängige Arbeiterschaft prägen zunehmend das Bild der Stadt. Eine langsam, aber stetig wachsende Bevölkerung zwingt die Stadt, ihre alten räumlichen Grenzen zu sprengen.
Die Ausstellung wird beide Gebäudeteile des Daniel-Pöppelmann-Hauses nutzen, die Villa Schönfeld und den sogenannten Oesterlen-Anbau. Die Villa Schönfeld, Herfords erste Unternehmervilla, wurde im Sommer 2009 von einem Bauhistoriker und einem Restaurator gründlich unter die Lupe genommen. Die Endergebnisse werden der Öffentlichkeit erstmals während der Ausstellung im Lichthof der Villa vorgestellt.
Museumsleiterin Sonja Langkafel will die „Wendezeiten in der Herforder Geschichte“ spannend und besucherfreundlich präsentieren. Zusätzlich erarbeitet sie ein Rahmenprogramm. „Wir organisieren Führungen, wie zum Beispiel kombinierte Ausstellungs- und Stadtführungen. Außerdem bieten wir eine altersgemäße, spannende Museumspädagogik für Kleinkinder, Grundschüler sowie Schüler der Mittel- und Oberstufe”, erzählt Sonja Langkafel.

„Die Ausstellung beleuchtet die Zeiten, in denen Herfords Entwicklung jeweils eine neue Richtung einschlägt. Zeiten in denen sich die Stadt und das Leben ihrer Bewohner grundlegend verändern“, sagt Museumsleiterin Sonja Langkafel. Durch die Reformation zieht in Herford ein neuer Glaube ein. Nur dreizehn Jahre nachdem Martin Luther seine Thesen gegen die Katholische Kirche veröffentlichte, folgt die Mehrheit der Herforder dem neuen evangelischen Bekenntnis. Dennoch: Nicht alle in der Stadt wenden sich der neuen Konfession zu. Die Äbtissin mit ihrem Stiftskapitel und wenige Stadtbewohner halten am Katholizismus fest. Das führt zu Kontroversen zum Beispiel mit dem Stadtrat.
Alles andere als konfliktfrei ist auch die preußische Annexion der ehemaligen Hansestadt. Zwar müssen 1647 Rat und Bürgerschaft Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen huldigen, doch die Beamten des Kurfürsten werden nicht mit offenen Armen empfangen. Der Widerstand gegen die preußische Oberhoheit bleibt jedoch vergeblich. Noch radikaler als in all den Jahrhunderten zuvor wandelt sich Herford im 19. und 20. Jahrhundert. Die Industrialisierung verändert nachhaltig die städtische Sozialstruktur. Neue gesellschaftliche Gruppen wie die Unternehmerschicht und die lohnabhängige Arbeiterschaft prägen zunehmend das Bild der Stadt. Eine langsam, aber stetig wachsende Bevölkerung zwingt die Stadt, ihre alten räumlichen Grenzen zu sprengen.
Die Ausstellung wird beide Gebäudeteile des Daniel-Pöppelmann-Hauses nutzen, die Villa Schönfeld und den sogenannten Oesterlen-Anbau. Die Villa Schönfeld, Herfords erste Unternehmervilla, wurde im Sommer 2009 von einem Bauhistoriker und einem Restaurator gründlich unter die Lupe genommen. Die Endergebnisse werden der Öffentlichkeit erstmals während der Ausstellung im Lichthof der Villa vorgestellt.
Museumsleiterin Sonja Langkafel will die „Wendezeiten in der Herforder Geschichte“ spannend und besucherfreundlich präsentieren. Zusätzlich erarbeitet sie ein Rahmenprogramm. „Wir organisieren Führungen, wie zum Beispiel kombinierte Ausstellungs- und Stadtführungen. Außerdem bieten wir eine altersgemäße, spannende Museumspädagogik für Kleinkinder, Grundschüler sowie Schüler der Mittel- und Oberstufe”, erzählt Sonja Langkafel.

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